Der Wettbewerb der Kanzleien ist (auch) ein Kommunikationswettbewerb. Da es viele Kanzleien gibt, die von sich behaupten dürfen, hervorragende Arbeit zu leisten, umfassenden Service, internationale Expertise usw. zu bieten, erhält die geschickte Kanzleikommunikation dieses Umstandes besonderes Gewicht. Markenbekanntheit wird damit zu einer Frage von „communicate or die“.


Kürzlich las ich ein Interview mit dem für Deutschland verantwortlichen Partner einer internationalen Anwaltssozietät. Darin gibt es eine Aussage zum Wachstumsplan der Kanzlei für die kommenden Jahre. Die Interviewerin entgegnet, die Aufgabe sei „kein leichtes Unterfangen“, da die Kanzlei „als Marke noch nicht so bekannt“ sei.

Markenbekanntheit ist ein Kommunikationsthema. (An dieser Stelle wird vorausgesetzt, dass eine Kanzlei überhaupt eine Marke entwickelt hat. Worum es dabei geht und wie man es macht, habe ich an anderer Stelle beschrieben.) Für Kanzleien (und vergleichbare Dienstleistungsbranchen) ist das keine leichte Aufgabe, denn der Markt der „Großkanzleien“ sieht ungefähr so aus, wie die Glasmurmeln auf dem obigen Bild: sehr viele Wettbewerber, durchaus mit Unterscheidungen, insgesamt sind sich alle aber doch recht ähnlich.

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