Herbert A. Simon (1916-2001), Nobelpreisträger und Wirtschaftsprofessor an der Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh, hielt 1969 einen Vortrag mit dem Titel „Designing Organizations for an Information-Rich World”. Als vermutlich erster hat sich Simon hier mit dem Konzept der Aufmerksamkeitsökonomie beschäftigt: „…in an information-rich world, the wealth of information means a dearth of something else: a scarcity of whatever it is that information consumes. What  information consumes is rather obvious: it consumes the attention of its recipients. Hence a wealth of information creates a poverty of attention and a need to allocate that attention efficiently among the overabundance of information sources that might consume it.”

Simons Botschaft: Der kommende „Überfluss an Informationen erzeugt ein Bedürfnis (beim Nutzer), seine Aufmerksamkeit effizient einzusetzen”. Für einen Anbieter von Informationen gehe es nicht darum, „alles zu liefern”, was jemand brauche, sondern es dem Nutzer „bequem” zu machen und die Mühe gering zu halten, „die  es kostet, Informationen aufzunehmen”. Für jede Situation brauche es die richtige Dosis Information in der richtigen Form.