Das Wirtschaftsmagazin brand eins beschäftigte sich im Februar 2009 mit dem Schwerpunkt Kommunikation/PR. In seinem einleitenden Essay weist Wolf Lotter darauf hin, daß bei all den vielen Selbstbeschreibungen und Selbstverpflichtungen der PR als „objektiv”, „wahrhaftig” und „der Öffentlichkeit verpflichtet” in aller Regel ein Wort fehlt: Interesse. Interessen zu vertreten gilt heute beinahe als ehrenrührig. Dabei ist das ein völlig normaler Vorgang.Wir alle haben Interessen, jeder einzelne, jedes Unternehmen, jede Organisation, jede Partei. Diese Interessen auf dem freien Meinungsmarkt auszugleichen, gehört zu den konstitutiven Elementen  demokratischer Gesellschaften. PR-Verantwortliche und Öffentlichkeitsarbeiter sollen also bitte, so Lotter, „einfach mal sagen, warum man die Öffentlichkeit eigentlich bearbeitet”. Denn: Das Gegenteil von Interesse sei uninteressant.